Parodontologie / Parodontitis

12-Deneckel- 024_2000px

Parodontitis – was ist das?

Der Begriff Parodontitis ist vielen aus der Werbung oder aus dem persönlichen Umfeld bekannt. Die Erkrankung ist so verbreitet, dass etwa 80% aller Erwachsenen über 35 Jahre betroffen sind. Dennoch bleibt die genaue Bedeutung oft unklar.
Parodontitis bezeichnet eine bakterielle Entzündung des Zahnhalteapparates, zu dem Zahnfleisch, Kieferknochen, Zahnzement und Fasern gehören, die den Zahn im Knochen verankern. Die Entzündung kann diese Strukturen teilweise unwiederbringlich schädigen. Daher sind Vorsorge und frühzeitige Diagnose besonders wichtig.

 

Erste Anzeichen ernst nehmen – Gingivitis

Eine Entzündung des Zahnhalteapparates beginnt stets mit einer Zahnfleischentzündung, der sogenannten Gingivitis. Diese ist vollständig reversibel, wenn die verursachenden Beläge konsequent entfernt werden. Eine professionelle Zahnreinigung unterstützt sowohl die gründliche Zahnreinigung als auch die Optimierung der Putztechnik. Dies ist entscheidend, um ein Wiederauftreten und das Fortschreiten der Entzündung zu verhindern.

Anzeichen einer Gingivitis sind
  • Zahnfleischschwellung
  • Zahnfleischrötung
  • Zahnfleischbluten

Aus einer eher harmlosen Gingivitis kann sich eine Parodontitis entwickeln, wenn diese nicht behandelt wird.

Anzeichen einer Parodontitis sind
  • Eiterentleerung aus den Zahnfleischtaschen
  • Zahnwanderungen
  • Zahnlockerung
  • Mundgeruch

Gingivitis und Parodontitis verursachen in der Regel keine Schmerzen. Deshalb werden die ersten Anzeichen oft übersehen, unterschätzt oder als unbedenklich eingestuft.

Grafik gesunder Zahn Parodontologie

Gesunder Zahn ohne Beläge (im Querschnitt).

Grafik Zahnbelag Parodontologie

Zahnbelag lagert sich ab und entzündet sich.

Grafik Zahnfleischentzündung Parodontologie

Entzündetes Zahnfleisch schwillt an, löst sich vom Zahn und der Kieferknochen wird abgebaut.

Grafik Zahnausfall Parodontologie

Drohender Zahnausfall, wenn die Parodontitis nicht gestoppt wird.

Behandlung der Parodontitis

Art und Dauer der Parodontitis-Therapie richten sich nach dem Schweregrad der Erkrankung.
Ein nachhaltiger Behandlungserfolg bei Parodontitis erfordert ein strukturiertes Therapiekonzept sowie Ihre aktive Mitarbeit.

Schritt 1:
Zu Beginn jeder Parodontitisbehandlung erfolgen eine professionelle Zahnreinigung und eine Anleitung zur optimalen Mundhygiene, die in drei Sitzungen vermittelt werden. Diese Vorbereitung ist Voraussetzung für den weiteren Behandlungserfolg. Bei ausgeprägter Parodontitis kann zusätzlich ein Keimbestimmungstest durchgeführt werden, um gezielt ein passendes Antibiotikum einzusetzen.

Schritt 2:
Nach der Oberflächenreinigung der Zähne werden die Wurzeln an allen betroffenen Zähnen an einem Tag gereinigt, um eine Bakterienverschleppung zu verhindern. Die Reinigung erfolgt zunächst mit einem speziellen Ultraschallgerät, anschließend werden die Wurzeloberflächen mit Handinstrumenten geglättet und abschließend erneut mit Ultraschall behandelt. So wird eine optimale Reinigung sichergestellt.

Medizinische Möglichkeiten der Behandlungsoptimierung
Die Wurzelreinigung erschwert das Anhaften von Bakterien, eliminiert es jedoch nicht vollständig. Ergänzend kann ein antimikrobielles Gel mit Chlorhexidin eingesetzt werden, das gezielt gegen Parodontalkeime wirkt. Das Gel wird direkt nach der Reinigung in die Zahnfleischtasche eingebracht, verteilt sich durch die Körpertemperatur optimal und gibt den Wirkstoff über 36 Stunden lang ab. Anschließend wird es biologisch abgebaut.

Auch die lokale Anwendung eines Antiseptikums kann die Behandlungsergebnisse deutlich verbessern. Die gesunden Bakterien im Mund werden dabei nicht beeinträchtigt, sodass die Mundflora im Gleichgewicht bleibt. Beide Maßnahmen erhöhen die Erfolgsquote, da sie gezielt die für Parodontitis verantwortlichen Bakterien abtöten. Das Risiko eines erneuten Entzündungsschubs sinkt und die Wundheilung wird beschleunigt.

Eine weitere Optimierung bietet der Einsatz des Lasers. Dies fördert die Vermehrung der Desmodontalzellen, die den Zahn stabilisieren, und reduziert die Zahl der Entzündungszellen deutlich. Dadurch erreichen Sie nach der Behandlung eine schnellere Beschwerdefreiheit. Zudem hemmt der Laser das Wachstum der für Parodontose verantwortlichen Bakterien und fördert einen langfristigen Behandlungserfolg. Nach unserer Erfahrung heilt das Zahnfleisch nach einer Laserbehandlung sehr gut, und Beschwerden treten kaum auf.

Schritt 3:

Regelmäßige Nachsorge ist entscheidend für den langfristigen Behandlungserfolg.
Nach Abschluss der Parodontalbehandlung sollten Patienten zunächst alle drei Monate zur Zahnreinigung kommen. So lassen sich Defizite in der Mundhygiene frühzeitig erkennen und die Motivation aufrechterhalten. Später kann das Intervall auf sechs Monate verlängert werden.

Entzündungen um ein Zahnimplantat? Mehr dazu

Parodontitis – häufige Fragen:

Während einer Parodontitis-Behandlung werden die Zahnfleischtaschen gründlich gereinigt und von Bakterien befreit. Der Behandler verwendet dazu spezielle Instrumente, um auch tiefere Bereiche zu erreichen. Ohne Betäubung kann dies unangenehm oder schmerzhaft sein, daher wird in der Regel jede Zahnfleischtasche vorab betäubt.

Wenn Patienten eine lokale Betäubung vermeiden möchten, besteht die Möglichkeit einer Analgosedierung, auch als Dämmerschlaf bezeichnet. Dabei handelt es sich nicht um eine Vollnarkose; dennoch nehmen Patienten den Eingriff nicht wahr.

In der Regel treten nach der Parodontitisbehandlung keine Schmerzen auf. Da das Schmerzempfinden individuell variiert, erhalten Patienten vorsorglich eine kleine Menge Schmerztabletten. Es kann vorkommen, dass die Zahnhälse anfangs empfindlich auf Wärme oder Kälte reagieren. Diese Sensibilität klingt jedoch meist rasch ab.

Um Verletzungen beim Kauen zu vermeiden, sollten Sie erst essen, nachdem die Betäubung vollständig nachgelassen hat. Verzichten Sie in den ersten Tagen auf harte oder belagbildende Speisen. Zudem sollten Sie weder Alkohol trinken noch rauchen.
Vernachlässigen Sie die Zahnpflege nach einer Parodontalbehandlung keinesfalls.

Patienten über uns

Uwe P.:

„Topmoderne Praxisklinik, sehr freundlich und kompetent."

Peter F.:

„Wer sich für eine Implantatbehandlung interessiert, dem kann ich die Praxisklinik denecke zahnmedizin nur empfehlen."

Hans-Jürgen W.:

„Sehr freundliches Personal, schneller Termin ist möglich. Kaum Wartezeit."

Andrea K.:

„Die Mitarbeiterinnen sind an Geduld und Freundlichkeit nicht zu übertreffen! Das Arzteteam kann mit einer Panikpatientin wie mir umgehen und vollbringt kleine Wunder."

Gaby M.:

„Toller Infoabend war begeistert Team war sehr freundlich."

Janine Z.:

„Ich bin von der Behandlung und der gesamt Betreuung total begeistert. Ich bin keine einfache Patientin und muss wirklich sagen, dass ich mich all die Zeit gut aufgehoben gefühlt habe."

Asanovska S.:

„Sehr netter Empfang, es wurde mir vom Dr. alles ausführlich erklärt und habe mich sehr gut aufgehoben gefühlt. Kann ich nur weiterempfehlen."