Wochenpost Solingen

Kieferorthopädie - Der Wunsch nach geraden Zähnen

von Zahnärztin Eva Denecke

Nicht viele Menschen sind von Natur aus mit einem perfekten Gebiss gesegnet und gesunden, geraden weißen Zähnen – aber heute hat fast jeder die Möglichkeit dem Idealbild sehr nah zu kommen. Für die perfekte Stellung der Zähne und Kiefer ist die Kieferorthopädie zuständig und erreicht dies überwiegend mit festen und herausnehmbaren Zahnspangen.

Wann aber ist der richtige Zeitpunkt für eine kieferorthopädische Behandlung? Das ist eine Frage, deren Beantwortung bei jedem Menschen sehr individuell zu treffen ist.
Richtig ist auf jeden Fall, dass in jedem Alter die Zahnstellung geändert werden kann. Sowohl ein  Kindergartenkind als auch ein 75-jähriger Patient kann kieferorthopädisch therapiert werden, lediglich die Dauer der Behandlung variiert.

Wichtig ist, dass oft schon im Kindergartenalter eine Behandlung angezeigt ist. Eine kurze Therapie in diesem Alter kann eine langwierige Behandlung im Teenageralter deutlich verkürzen oder überflüssig machen und kann auch eine Therapie beim Logopäden hilfreich unterstützen. Gearbeitet wird hier überwiegend mit herausnehmbaren Geräten. Oft wird die Behandlungsnotwendigkeit im Kindergartenalter leider übersehen, da auch vielen Eltern nicht bekannt ist, dass bereits zu diesem Zeitpunkt eine Therapie nötig ist.

Als Teenager ist eine kieferorthopädische Behandlung überaus geläufig, vielfach haben Eltern der jetzigen Teenager selbst damals eine Zahnspange getragen. Dadurch ist vielleicht der Eindruck in der Bevölkerung entstanden, dass ausschließlich in jungen Jahren eine Zahnfehlstellung korrigiert werden kann.  Sie ist dann nur sehr effektiv, da für Zahn-und Kieferfehlstellungen vorhandenes Körper-und Kieferwachstum ausgenutzt werden kann.

Gearbeitet wird mit dem ganzen Spektrum der kieferorthopädischen Geräte – herausnehmbare wie feste Zahnspangen, deren optisches Erscheinungsbild in den letzten Jahren deutlich verbessert wurde. Durch den Einsatz von Keramikbrackets und feineren, flexibleren Drähten nimmt sich eine feste kieferorthopädische Apparatur heute sehr zurück.
Da bei vielen Menschen der Wunsch nach geraden Zähnen nie erlischt und sich vielfach gezeigt hat, dass ein attraktives Äußeres, zu dem auch die Zähne gehören, sich vorteilhaft auf das Berufs- und Privatleben auswirken, ist eine Behandlung schiefer Zähne im Erwachsenenalter eine gute Möglichkeit. Ob lediglich eine Zahnfehl- oder auch eine Kieferfehlstellung korrigiert wird, ist davon abhängig, welche zeitlichen und persönlichen Umstände vorliegen. Auch hier kann mit festen wie herausnehmbaren Geräten gearbeitet werden. Als Alternative zur außen am Zahn angebrachten festen Zahnspange gibt es inzwischen auch eine innen angebrachte Variante. Noch komfortabler ist darüber hinaus die „unsichtbare“ Zahnspange – eine durchsichtige Kunststoffschiene – die über dem Zahnkranz getragen wird. Die Länge der Behandlung ist in der Regel davon abhängig, wie intensiv ein kieferorthopädisches Gerät getragen wird.

Neben der Korrektur ganzer Kieferbögen wird die Kieferorthopädie auch genutzt, um einzelne Zähne vor der Einbringung eines Implantates oder einer Brücke aufzurichten. Auch hier kommt sie in jedem Alter mit unterschiedlichen Geräten kurzzeitig zum Einsatz.
Bedeutend ist in der Kieferorthopädie vor allem eine Erkenntnis: die erzielte Stellung der Zähne am Ende einer Behandlung sollte über Jahre gesichert werden, um ein erneutes Verschieben der Zähne zu vermeiden. Zu diesem Thema beraten wir Sie gerne in unserer Praxisklinik denecke zahnmedizin.

Zurück zur Übersicht

Interessant?